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  • Franz Coester

Jahresausklang auf den Kanaren



Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Und wir lassen uns auf den Kanaren von gutem Wind, viel Sonne und fantastischer Szenerie verwöhnen.

Der vergangene Winter war ja geprägt vom Warten auf den neuen Mast und allem, was damit einherging. Endlich, Anfang Mai ist es dann soweit, wir setzen die Segel und nehmen Kurs auf Madeira. Juri und Belinda erkunden die Insel, bevor wir uns auf den Weg nach Portugal machen. Nach einer entspannten Überfahrt landen wir in Olhao, wo Lukas und Falk an Bord kommen.

Von Portugal geht die Reise über Gibraltar, vorbei an Malaga Richtung Mallorca. Am Capo de Gata wird das neue Rigg dann richtig getestet. Winde bis zu 45 Knoten lassen den Adrenalinpegel steigen, im 3. Reff und mit der Fock segeln wir bei diesen Bedingungen zwar nicht entspannt, aber mit sicherem Gefühl Richtung Nordost. Schliesslich nimmt der Mistral ab und wir geniessen den Rest der Reise bis nach Palma.

Danach geht es mit eher schwachen Winden weiter über Menorca nach Sardinien, Sizilien und über das Ionische Meer rund um den Peloponnes nach Lavrion.

Und nun sind wir wieder zu Hause. Die griechischen Inseln fühlen sich inzwischen an, wie unser Heimrevier, wir segeln zuerst in den Kykladen, verbringen einige Wochen im Süden bei Santorini und fahren dann weiter nach Kos und Samos. Carolin freut sich, endlich wieder einmal hier zu sein. Und der Hafen von Pythagorion ist eine herrlich entspannte Angelegenheit.

Aber bald heisst es Abschied nehmen, wir durchqueren die Ägäis nach Westen und parkieren unser Schiff in Poros, um einen kurzen Abstecher in die Schweiz zu machen. In unserer Abwesenheit stürmt es in Poros mit bis zu 9 Bft, die Swiss Mocha liegt sicher an einer Boje und nimmt fast keinen Schaden.

Anfang Oktober machen wir uns wieder auf den Weg nach Westen, fahren mangels Wind durch den Kanal von Korinth und über unsere bekannten Stationen nach Sizilien, Sardinien und Mallorca. Die Strasse von Bonifacio verwöhnt uns mit 40 Knoten Wind, 20 Konten waren angesagt. Carolin und Tanja finden das nicht so lustig, was Dani und Franz durchaus nachvollziehen können.

Von Mallorca nach Malaga ist Franz zuerst alleine unterwegs, es stürmt ungemütlich und die vorgesehene Crew entscheidet sich, das auszulassen. In Aguadulce kommt Carolin wieder an Bord und wir feiern Skippers 60. Geburtstag in kleinem Kreis.

In Malaga steigt Nicola zu und wir nehmen die abschliessenden 800 Meilen nach Teneriffa in Angriff. Der Atlantik begrüsst uns mit eher ungemütlichen Bedingungen, nach 24 Stunden ist das aber ausgestanden und der Rest der Überfahrt nach Lanzarote, Gran Canaria und Teneriffa ist ausgesprochen genussvoll.

Und dann ist wieder Arbeit fällig, die Jahreswartung muss erledigt werden, kleinen Reparaturen stehen an, das Schiff wird geputzt und geschniegelt und ist kurz vor Jahresende wieder in perfektem Zustand. Franz erneuert die Einrichtung des Weinschrankes, damit auch bei ruppiger Fahrt keine Flaschen mehr zu Bruch gehen können.

Und jetzt segeln wir wieder. Nadine und Stefan sind mit ihren Kindern Seraphin und Salome an Bord gekommen und werden mit uns das Jahresende feiern. Vor Los Cristianos haben wir bereits Wale und Delfine beobachten können, ein perfektes Geschenk zu Sylvester.

Wir wüschen euch allen einen fulminanten Start ins neue Jahr und freuen uns auf alle, die im neuen Jahr auf die Swiss Mocha kommen.

Herzlichst

Carolin und Franz


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