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  • Franz Coester

Santorini !



Santorini, oder Thira wie die Insel offiziell heisst. Was für gewaltige Eindrücke, wenn man von Norden her in den Krater des ehemaligen Vulkans hinein segelt. Oben an der Krete leuchten blütenweiss die Häuser von Oia und Fira, wie angeklebt an den schwarzen und rötlich braunen Felstürmen, und aus der Ferne glaubt man schneebedeckte Berge zu sehen.


Der Skipper war schon mehrmals hier, aber die Insel ist immer wieder ein lohnendes Ziel. Für Segler zwar wunderschön, aber das Anlanden gestaltet sich sehr schwierig. Im Krater eigentlich unmöglich wenden wir uns zur Südküste. Aber der einzige Hafen ist permanent überfüllt mit Fischer- und Ausflugsbooten, die Letzteren scheinen sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt zu haben. Wir fahren weiter und finden bei Perissa den perfekten Ankerplatz, von dem im Hafenhandbuch keine Rede ist. An der kurzen Mole wird das Dinghi parkiert und dann brausen wir auf dem gemieteten Roller durch die Backofenhitze zuerst nach Fira und danach zur Nordspitze nach Oia. Fira ist sehr kommerziell, man merkt, dass hier die Kreuzfahrt-Touristen zu Tausenden einfallen. Oia gefällt uns da viel besser, Griechenland wie aus dem Bilderbuch.

Die Ausblicke über die Insel und in den gewaltigen Krater sind unbeschreiblich schön. Und man versucht sich vergeblich die Urgewalt der Vulkanexplosion vorzustellen, die vor 3500 Jahren den Krater zum Meer geöffnet und die gesamte Minoische Kultur auf Kreta zerstört hat. Man geht davon aus, dass der Tsunami an der Küste Kretas eine Höhe von 60 bis 100 Metern gehabt haben muss.

Es ist ein heisser Tag heute, und nicht einmal der Fahrtwind bringt wirklich die ersehnte Abkühlung. Wir besuchen noch Pyrgos und das oberhalb gelegene Kloster. Von hier geniessen wir nochmals einen Ausblick über die ganze Insel und einen Tiefblick auf unsere Ankerbucht, wo uns der erfrischende Sprung ins angenehm warme, kristallklare Wasser erwartet.


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